Wissenswertes

Unsere Kirche

Sehr geehrte Besucher.

Wir heißen Sie auf unserer Homepage "St. Lambertus" herzlich willkommen. Mit der "Stromberger Wallfahrt" gehören wir seit 2012 zur neuen Pfarrei St. Johannes in Oelde. Hier geben wir Ihnen Informationen aus unserem Gemeindeleben. Zudem möchten wir Sie auf unsere Wallfahrt unter www.wallfahrt-stromberg.de aufmerksam machen. Dazu finden Sie auf der Startseite eine Verlinkung. 

Wir würden uns freuen, wenn Sie Stromberg mit seiner besonderen topographischen Lage im Südöstlichen Münsterland einmal besuchen würden.

Heiliger Lambertus

Der Hl. Lambertus

Der Hl. Lambertus wurde 640 n. Chr. geboren und von seinen Eltern dem Bischof Theodard von Maastricht zur Ausbildung gegeben. Nach dessen Ermordung wird er 672 sein Nachfolger, lebt aber, 675 durch den Hausmeier Ebroin vertrieben, 7 Jahre lang verbannt im Kloster Stavelot. Nach seiner Rückkehr nach Maastricht bemühte er sich besonders um die Bekehrung der “heidnischen Toxandren”. Rachsüchtige fränkische Edelinge überfielen und töteten ihn um 706 in seinem Haus. Von da an wird er allgemein als Märtyrer verehrt.

 

Legende

Auch in dem bewegten Leben des Hl. Lambertus, für dessen Ablauf so oft und grausam gerade Mordtaten bestimmend gewesen sind, bis er selbst einer solchen zum Opfer fiel, hat die Legende manches aufgezeichnet, was den Rand der eigentlichen blutigen Geschehnisse blumenhaft säumt und sein Wesen und seinen Charakter heraushebt in eine uns nahegehende liebenswürdige Menschlichkeit. Da ist die Geschichte, die uns erklärt, warum ‘Kohlen’ zu seinen Attributen gehören. Als Lambertus noch ein Jüngling war, tat er fleißig seinen Dienst am Altar. Nun geschah es einmal, dass er das Rauchfass nicht vorfand, als er dem Priester während der hl. Messe den Weihrauch bringen musste.

Um den Ablauf der heiligen Handlung nicht zu stören, barg er geschwind die glühenden Kohlen in seinem Chorhemd und trug sie darin zum Altar. Und siehe, weder er selbst noch sein Chorhemd wurden verletzt, und das Opfer des Weihrauchs stieg alsbald ungehindert zum Himmel auf.

Hl. Kreuzkirche

Die Wallfahrtskirche Hl. Kreuz

Von den beiden historischen Gotteshäusern Strombergs, der Kirche auf dem Gelände der Burg und der Pfarrkirche St. Lambertus in Unterstromberg, weckt an erster Stelle die Kreuzkirche inmitten der Burganlage Interesse. Sie ist kostbarer Aufbewahrungsort eines hochverehrten Gnadenbildes, des Hl. Kreuzes von Stromberg, von Beginn an Mittelpunkt der seit rund 800 Jahren nachweisbaren Stromberger Wallfahrt. Diese ist eine der Beliebtesten und Bedeutendsten in Westfalen.

 

Die Kreuzkirche wird 1207 als “major ecclesia in castro” (die größere Kirche in der Burg) - im Vergleich zur Georgskapelle - genannt. Eine Urkunde aus dem Jahre 1208 bezeugt für Stromberg schon eine blühende Wallfahrt. Bei dieser Kirche handelt es sich jedoch um einen Vorgängerbau der heutigen Kreuzkirche, denn im Jahre 1316 brannte das Gotteshaus “durch die böswillige Tat eines Abtrünnigen” ab. Im Jahre 1344 konnte Stromberg zur Einweihung der neuen heutigen Kreuzkirche einladen. Aus der älteren übernahm die neue Kirche das Kreuzheiligtum sowie andere Einrichtungsgegenstände. Im Chor der Kirche stecken zahlreiche frühgotische Elemente, sodass man auch an die Übernahme älterer, beim Brand von 1316 verschonter Bauteile denken kann.

Die Kreuzkirche ist wie die Lambertikirche auch eine gotische, dreischiffige Hallenkirche auf fast quadratischem Grund. Der Chorraum ist in fünf Seiten eines Achtecks gebrochen und mit Strebepfeilern besetzt.

Die hoch aufragenden Fenster, die schlanken Säulen und die aufstrebenden
Gewölbe eröffnen einen eleganten Raum höfischen Stiles. Die Kreuzkirche hat nie einen Turm besessen, da ein weiterer Wehrturm innerhalb der Burg
überflüssig war. Heute befinden sich die Glocken, die früher an einem
hölzernen Glockenträger hingen, im Paulusturm.

 

Die Kreuzkirche gilt zusammen mit der Überwasserkirche der Bischofsstadt Münster als bedeutendster Bau des 14. Jh. im Münsterland.

 

  Ausstattung:

- Heiliges Kreuz , romanisches Kreuz aus Holz mit einem Haupt von
    beinahe byzantinischer Strenge, mit Silbermantel überzogen, um 1080-1100
- Madonna mit Christuskind und Lilie, Sandstein, 14. Jh.
- Kreuzigung Christi, Silber, eine der ältesten Votivgaben auf Stromberg

Pfarrkirche St. Lambertus

Wenige 100 Meter östlich der Burg am Fuße des Stromberger Höhenrückens liegt die Pfarrkirche St. Lambertus. Die Pfarrei Stromberg ist für das Jahr 1221 mit dem site Hl. Lambertus als Patron urkundlich belegt. Als bischöfliche Gründung wird sie im frühen 11. Jh. von Oelde abgepfarrt sein und mit dem Bestehen der Burg zusammenhängen.

Die gotische Lambertikirche ist wie die Kreuzkirche ein fast quadratischer Kirchenraum. Dem Chorraum entspricht ein quadratischer Westturm mit starken Mauern. Für die Vollendung der Pfarrkirche gibt es keine bestimmten Anhaltspunkte. Der ältere, in den Umfassungsmauern des Chores noch erhaltene Bau der ausklingenden Spätromantik dürfte den Grundriss für das heutige gotische Raumempfinden bereits festgelegt haben. Die Lambertikirche in Unterstromberg gehört in die Reihe der qualitätsvollen münsterländischen Dorfkirchen des14. Jh.

Ausstattung:

- Sakramentshäuschen, spätgotisch
- vier gemalte Evangelisten an der Stirnwand des nördl. Seitenschiffes
- Heilige Familie, ausdrucksstarke, holzgeschnitzte Barockgruppe, Ende 17. Jh.
- Hl. Rochus, 16. Jh., spätgotisches Holzrelief
- barocker Orgelprospekt
- 3 Glocken mit Inschriften, 1708 und 1781, 4. Glocke neu. Alle Glocken werden noch von Hand bedient
- gotische Kirchhoflaterne aus nicht zusammengehörigen Teilen

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Das Mallinckrodthaus

ist ein spätgotisches, steilgiebliges Burgmannshaus, das einen Eindruck von der Lebensart seiner einstigen ritterlichen Bewohner vermittelt. Im Kellergeschoss befinden sich Schießscharten zur Talseite, vom Kaminraum aus ein direkter Zugang zum früheren Wehrgang. Reste der alten Burgmauer mit Stützpfeilern sind ebenfalls noch zu erkennen. Nach einer grundlegenden Restaurierung 1970/72 dient es als kulturelles Zentrum und Begegnungsstätte unserer Pfarrgemeinde.

Schwesternhaus

Seit 100 Jahren gehören wir fest zur Pfarr-
und Dorfgemeinschaft. Unsere Gesichter und Aufgaben
haben sich im Laufe dieser Zeit geändert. Waren
unsere Schwestern früher in der Erziehung,
Krankenpflege und Handarbeitsschule in Stromberg
tätig, so finden wir heute unsere Aufgaben in der
Seelsorge, im Sakristaninnendienst und in
verschiedenen ehrenamtlichen Aufgaben
in der Pfarrgemeinde. Verbunden mit den
Schwestern unserer ganzen Ordensgemeinschaft
in den Niederlanden, in Brasilien, Bolivien,
Mosambik, Rumänien und in Deutschland
stehen wir vom Ursprung her im gemeinsamen
Auftrag „ die Jugend zu unterrichten, die
Armen zu unterstützen und nach Kräften jedwedes Elend zu lindern“.