Der Hl. Lambertus

Der Hl. Lambertus wurde 640 n. Chr. geboren und von seinen Eltern dem Bischof Theodard von Maastricht zur Ausbildung gegeben. Nach dessen Ermordung wird er 672 sein Nachfolger, lebt aber, 675 durch den Hausmeier Ebroin vertrieben, 7 Jahre lang verbannt im Kloster Stavelot. Nach seiner Rückkehr nach Maastricht bemühte er sich besonders um die Bekehrung der “heidnischen Toxandren”. Rachsüchtige fränkische Edelinge überfielen und töteten ihn um 706 in seinem Haus. Von da an wird er allgemein als Märtyrer verehrt.


Legende

Auch in dem bewegten Leben des Hl. Lambertus, für dessen Ablauf so oft und grausam gerade Mordtaten bestimmend gewesen sind, bis er selbst einer solchen zum Opfer fiel, hat die Legende manches aufgezeichnet, was den Rand der eigentlichen blutigen Geschehnisse blumenhaft säumt und sein Wesen und seinen Charakter heraushebt in eine uns nahegehende liebenswürdige Menschlichkeit. Da ist die Geschichte, die uns erklärt, warum ‘Kohlen’ zu seinen Attributen gehören. Als Lambertus noch ein Jüngling war, tat er fleißig seinen Dienst am Altar. Nun geschah es einmal, dass er das Rauchfass nicht vorfand, als er dem Priester während der hl. Messe den Weihrauch bringen musste.

Um den Ablauf der heiligen Handlung nicht zu stören, barg er geschwind die glühenden Kohlen in seinem Chorhemd und trug sie darin zum Altar. Und siehe, weder er selbst noch sein Chorhemd wurden verletzt, und das Opfer des Weihrauchs stieg alsbald ungehindert zum Himmel auf.

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